Ein persönlicher Rückblick 

 

Das Studium der Betriebswirtschaft (Marketing/Personal) und der Nordistik (BWL war zu Langweilig) war für das Berufsleben nicht unbedingt hilfreich. 

Nach der Arbeit als Filialleiter eines Großhandels, landete ich als Abteilungsleiter "Marketing" bei einer recht konservativen Großbank (324 Filialen). 

Das der recht gutmütige Vorstand meine "jugendlich-revolutionären", aber logischen Marketing-Konzepte zum Teil versanden ließ, war für mich frustrierend. Erst später habe ich verstanden, dass ich die "Persönlichkeit" der Vorstandes zu wenig berücksichtigt habe. Die Konzepte waren zu kreativ, zu fortschrittlich und stellten eine Überforderung dar. 

Erst Lutz v. Rosenstich hat mir mit seinen Büchern die Augen für meine Fehler geöffnet. 

Unter dem Motto: "Der richtige Mann (von der Persönlichkeit her) am richtigen Platz" habe ich in den Personalbereich gewechselt. Denn auch hier spielte die Persönlichkeit der Menschen/Mitarbeiter nicht die Rolle, die ihr im betrieblich Umfeld zusteht. 

In diesem Rahmen habe ich mehr als 5000 Bewerbungsgespräche (headhunting) geführt, Mitarbeiterbeurteilungen installiert usw. immer standen dabei die Persönlichkeit und Motivation der Menschen im Vordergrund. 

Durch nicht Berücksichtigung der Persönlichkeitskriterien und der psychologischen Zusammenhänge kommen viele Fehlbesetzungen zustande. Da nutzt die Fachqualifikation wenig. 

Eine kleine Episode: Bei der Diskussion mit einem Vorstand stellte ich die Behauptung auf, dass ca. 30% der Führungskräfte unter Berücksichtigung der Persönlichkeit eine Fehlbesetzung sind. 

Die Antwort des Vorstandes war nur ein Wort: Bloß". Er ging von 45-50% aus. 

Im Laufe des Berufslebens habe ich wir( d.h. meine Mitarbeiter)einige Hilfsmittel führ Führungskräfte entworfen. Z.B. Arbeitsblätter zur Bewertung von Bewerbern/Mitarbeitern, eine neue Beurteilungsskala(Krinner Skala), Definitionen zu den einzelnen Persönlichkeitskriterien, AC´s, Sprachanalyse, positiv-positiv-Formulierung, Interview-Systematik. 

Zu allen Themen nehme ich peu a peu im folgenden Stellung.